bloggt unter: www.julienrenard.blogspot.com
Über mich
Bin erst 2003 nach Düsseldorf gezogen und seit 2008 im Exil in Frankfurt. Während meiner Zeit am Rhein fühlte ich mich unglaublich wohl. Habe diese Stadt lieben gelernt und das erst recht seitdem ich sie verlassen musste. Bin im Bereich Theater tätig und hoffe eines Tages wieder zurückzukommen.
Das Foto ist bei einem meiner Kurzbesuche in Düsseldorf im Frühjahr entstanden. Ich saß bei Freunden die zum Spargelessen geladen hatten. Riesen-Abend!
Dein weg
Zu Fuß, dann Fahrrad, dann Bus+Bahn, dann Auto, dann Bus+Bahn, dann Fahrrad.
Deine 90er Jahre
Ein Kumpel von mir kannte ein paar Jungs aus Gerresheim. Er hat da ständig rumgehangen. Ich hatte ihn seit der Grundschule nicht mehr gesehen und als wir uns mit 15-16 wieder trafen haben wir direkt unser viertel unsicher gemacht. Irgendwann sind wir dann hin und wieder zu den Gerresheimern gefahren. Die hingen immer im alten Style-Wars (oder mit z?)-Laden ab. Hab total vergessen wo das war. Jedenfalls hatten die da ne Tischtennis-Platte und irgendwie hat immer einer gerappt oder so. Dosen hatten die auch. Gabs ja nicht in Duisburg sowas. Waren auch auf irgendwelchen Hip-Hop Jams. Keine Ahnung wo, wann, mit wem und wer auf bühne stand. Toll die 90er.
Die Uni
4 Jahre Medien- und Kulturwissenschaft. Als ich da ankam trug ich noch Kapuzenpullis, Mützen und dicke Sneakers. Als ich ging dann Hemden, Pullunder und Lederschuhe. So ist das mit den Unis!
Deine Stammkneipen
War ne Zeit häufiger in der Schaukel. Tagsüber ist Flaschenbier im Seifen-Horst zu empfehlen. Irgendwie bin ich auf Uerige hängengeblieben. Bin da auch total gerne alleine, guck mir die Alt-Herren-Mannschaften an, quatsch mit irgendwem blödes Zeug und geh regelmäßig pinkeln. Was willste mehr?
Sehenswürdigkeiten
Zuerst, natürlich, wer soll da widersprechen: der Rhein. Es gibt kaum schönere Orte als das Düsseldorfer Rheinufer. Einfach mal Sonntags loslaufen.
Die KÖ kann mehr als man meint und vor allem überraschendes. Gegen Langeweile hilft das Flanieren inmitten der große Tüten tragenden Kreditnehmer. Bei genauem Betrachten bemerkt man manchmal das schlechte Gewissen in den Augen der verschuldeten Shopper die zwanghaft versuchen ihre Illusion von Reichtum, Wohlstand und Erfolg aufrecht zu erhalten. Ein Besuch bei Saturn könnte den Soundtrack dazu liefern.
Vor allem! Und das gilt für alle Freunde des runden Leders: Auf zur Fortuna in die Fan-Kurve! Der wahrscheinlich größte Schatz der Stadt.
Galerie
Aktuell, war neulich zum ersten Mal dort, kann ich die Julia-Stoschek-Collection empfehlen. Sonst natürlich das K20/K21 und die Kunsthalle. Die „kleinen“ Galerien kenn ich leider kaum, aber sie stehen auf meiner TO-DO-Liste. Die Museen im Ehrenhof finde ich eher schwach.
Kneipe/bar
Seifen Horst! Ich liebe die Paninis und der Kaffee stellt so ziemlich jeden Konkurrenten der Stadt in den Schatten. Habe eine Schwäche für die Altbierkneipen. Am wohlsten fühle ich mich im Uerige. Das ist natürlich Geschmackssache. Außerdem natürlich die üblichen Verdächtigen wie Q-Stall, Lülü, Melody-Bar.
Restaurant
Also das beste Essen hatte ich im Nussbaum in Ober- oder Niederkassel.
Würde lieber schnelles Essen an dieser Stelle empfehlen. Auf dem Karlsplatz gibt es einen Iraner der die BESTE Falafel der Welt zubereitet. Es kostet etwas mehr, zurecht!
Lebensmittelladen
Bilk. Onur Esen Feinkost ist ein türkischer Lebensmittelhändler der wahnsinnig gutes Obst/Gemüse und türkische Spezialitäten anbietet. Gute Qualität zu fairen Preisen. Außerdem steh ich total auf Kaufland in Derendorf. Das Paradies der Tiefkühlpizza.
Das war einmal...
Büdchen gibt es viele in Düsseldorf. Einige Betreiber sind unfreundlich, manche frustriert, andere lieben ihren Job. Neulich musste ich feststellen, dass das Büdchen auf der Ecke Luisen/Jahnstraße geschlossen hat. Sehr schade! Ich war zwar nicht häufig dort, doch jedes Mal wurde ich von der Freundlichkeit des Chefs völlig überwältigt. Wer dort etwas kaufte bekam immer eine ordentliche Portion gute Laune dazu. Ich dachte erst er wollte mich verarschen, aber scheinbar gibt es sie doch noch, die Einzelhändler die nicht nur ihre „Pflicht“ erledigen, sondern genau das tun, was sie wirklich wollen und dabei glücklich sind.
Wahrscheinlich ist dies das einzige wirkliche Problem der Stadt: Aus fadenscheinigen und profitgeilen Wünschen wurden Les Halles und die Terrasse auf der Tonhalle der Öffentlichkeit entzogen. Peinlich, ärgerlich und völlig bescheuert!
Wieder Fußball. Ich war nicht oft im Flinger Broich denke aber gerne zurück. Hier habe ich die beste Stadion-Wurst gegessen.
Und wenn sie nicht gestorben sind...
2010 will ich es endlich schaffen und zum Flohmarkt auf dem Friedensplatz zu kommen. Am liebsten mit Stand und Kuchen!
